Rundum versorgt

Auf dem Lehhaldehof stehen die Pferde in Vollpension. Der Track, die Koppeln und die Liegehalle werden täglich abgemistet. Den Pferden steht rund um die Uhr Heu aus engmaschigen Heunetzen zur Verfügung. Einmal täglich wird Kraft- und Zusatzfutter gefüttert, sofern notwendig. Was zusätzlich gefüttert werden soll, entscheidet und besorgt der Pferdebesitzer. Die Stallmiete beträgt 330 Euro im Monat.

 

Während der Weidesaison, circa Mai bis Oktober, erhalten die Pferde Weidegang direkt vom Track aus. Wir beschränken den Weidegang auf bis zu vier Stunden täglich, um eine Überfettung der Pferde zu vermeiden. Im Frühjahr wird sorgfältig und langsam angeweidet. Auch für leichtfuttrige und rehegefährdete Pferde ist unser Paddock Trail somit geeignet.

 

Wer nicht jeden Tag nach seinem Pferd schauen kann, kann trotzdem beruhigt sein, dass es gut versorgt ist.  Bei der täglichen Arbeit auf dem Track haben wir jedes einzelne Pferd im Blick und können es auf seinen Gesundheitszustand überprüfen. Gerne übernehmen wir gegen ein zusätzliches Entgelt auch Tierarzt- oder Hufschmiedtermine, Medikamentengaben, Hufkontrolle oder andere Leistungen.

 

 

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung neuer Pferde erfolgt langsam und aufs Pferd abgestimmt. Integriert wird nur während der Weidesaison. Neue Pferde kommen zuerst einmal in eine mobile Eingewöhnungsbox mit Paddock. Die Eingewöhnungsbox befindet sich in der Liegehalle, so können die Pferde über den Zaun Kontakt aufnehmen. In den nächsten Tagen darf der Neuling auf die Weide, wenn die Artgenossen auf dem Track sind, und darf den Track erkunden, wenn die anderen auf der Weide sind. So kann er sich bereits mit der neuen Umgebung vertraut machen und sich in Ruhe orientieren.

Gibt es über den Zaun keine Zickereien mehr, stellen wir zuerst den Herdenchef auf der Weide zum Neuling dazu. Erst wenn die beiden gut miteinander klarkommen, folgt die Begegnung mit dem Rest der Herde, ebenfalls auf der Weide. Wenn alles gut geht, darf der Neuankömmling anschließend auch auf dem Track bei der Herde bleiben. Es kann dann noch eine Weile dauern, bis er vollständig integriert ist.

 

Wir gehen bei der Eingewöhnung in die Herde sehr sorgfältig vor und beobachten die Herde dabei sehr genau. Den Pferden wird viel Zeit gegeben. Dennoch können wir Auseinandersetzungen nicht ausschließen.  In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass aus verschiedenen Gründen der Neuling nicht in die Herde integriert werden kann. Bei solchen Pferden ist es das Beste für alle Beteiligten, wenn sie woanders unterkommen. Hier setzen wir auf die Vernunft und das Verständnis des Pferdebesitzers.

Welche Pferde nehmen wir auf?

Da die Haltung im Paddock Trail einem ganz bestimmten Prinzip folgt, ist leider nicht jedes Pferd für unsere Pferdepension geeignet. Beachten Sie daher bitte Folgendes:

 

  • Unser Paddock Trail ist für Barhufer ausgelegt - für beschlagene Pferde ist er nicht geeignet.
  • Wir nehmen bevorzugt leichtfuttrige Kleinpferde auf. Fütterung und Weidemanagement sind speziell auf sie ausgerichtet.
  • Da die Pferde in der Gruppe gehalten werden, ist ihre Sozialverträglichkeit extrem wichtig. Wir nehmen daher nur Pferde auf, die Gruppenhaltung bereits gewöhnt sind und sich in der Herde unauffällig verhalten.
  • Wir nehmen nur Stuten und Wallache auf. Hengste und "hengstige" Wallache können wir zum Wohl der anderen Pferde und der Harmonie in der Gruppe nicht aufnehmen.
  • Gnadenbrotler sind willkommen, bei Lahmheiten allerdings bitte vorher Absprache mit dem Tierarzt. Wir haben viel Steigung und die Pferde bewegen sich sehr viel.
  • Heustauballergiker können wir nicht aufnehmen, da wir keine Möglichkeit haben, das Heu individuell zu wässern.
  • Bei Rehepferden, Cushing- und EMS-Patienten kommt es auf Krankheitsgrad und individuellen Betreuungsaufwand an. Generell ist die Haltung im Paddock Trail für Rehepferde geeignet. Hier bitte ebenfalls Absprache mit dem Tierarzt.